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Filderschule Degerloch

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Bericht des 2. Minigärtner-Treffens

der Schulgruppe Stuttgart – Filderschule

Datum: 23.11.2023

Betrieb/Ansprechpartner:in: Frau Sauer, ehem. Mitarbeiterin der Fa. Peter Haag, Einkaufsgarten

Gärtnerisches Thema:Adventskränze binden

Dieses Mal trafen wir uns voller Tatendrang in der Filderschule im Atelierraum. Nachdem jeder einen Platz an einem der Tische gefunden hatte, begrüßten wir als erstes Frau Sauer, eine ehemalige Mitarbeiterin des Einkaufsgartens Peter Haag in der Tränke in Degerloch, der nun leider nur noch sporadisch geöffnet hat. Frau Sauer würde uns heute zeigen, wie man einen Adventskranz korrekt bindet.

Doch bevor wir in das Thema richtig einstei­gen konnten, wurden die Gartenscheren, die wir über die Organisation der Europa Mini­gärtnern bekommen hatten, ausgeteilt. Außerdem wurde genau erläutert, wie man damit umzugehen hat:

·         bei Nichtgebrauch immer schließen,

·         nur im geschlossenen Zustand damit herumlaufen,

·         nicht rennen mit der Schere in der Hand

·         wenn die Schere runterfällt, nicht versuchen aufzufangen, sondern einen Schritt nach hinten machen und die Schere auf den Boden fallen lassen,

·         und beim Benutzen: Vorsicht mit den Fingern, besonders auf die Finger der anderen Hand achten!

Ob wir das alles richtig machen, würde nun im weiteren Verlauf des Nachmittags genau geprüft und beobachtet werden. Wer sich korrekt verhalten hat, bekommt am Ende seinen Gartenscherenführer-schein ausgehändigt.

Nun konnten wir endlich ins eigentliche Thema einsteigen. Frau Sauer, zeigte uns Minigärtnern wie man so einen Kranz korrekt bindet.

Als erstes nimmt man einen Draht und macht eine Schlaufe um den Strohring. Dabei achtet man darauf, dass der Draht richtig fest sitzt. Draht und Strohring lagen für jeden Minigärtner schon auf dem Tisch bereit und so konnte der erste Schritt gleich eifrig in Angriff genommen werden.

Ob der Draht auch schön fest zusammengedreht wurde, konnte man hervorragend mit einem Test, wie hier auf dem Bild gezeigt, überprüfen.

Passt, hier ist der Draht schön fest um den Ring gebunden!

Als nächstes versammelten wir uns um die unzähligen Körbe mit dem Grün. Wie nennt man das nochmal? Reisig. Aha. Ganz viele verschiede­ne Arten hatten wir da: Thuja, Eibe (Achtung giftig!), Zypresse (wunderschön, aber sehr sehr harzig), Tannen- und Kieferzweige.
Außerdem gab es noch verschiedene Beeren, Hagebutten, Zapfen und sogar Efeublüten zum Verzieren. Jeder durfte sich aussuchen, was er oder sie für seinen Kranz nehmen wollte.

Wieder am Tisch zeigte uns Frau Sauer wie man die großen Wedel zurechtschneidet. Endlich kamen nun die Gartenscheren zum Einsatz.

Erst einmal werden die kleinen Äste vom Hauptast abgeschnitten. Diesen Hauptast benötigt man nicht mehr, da er viel zu dick ist, um ihn um den Kranz zu biegen. Dann werden die kleinen Äste zuge­schnitten, so dass man lauter kleine Teile bekommt, die man dann fächerartig um den Kranz legt.

Wenn man einen Kranz zum Beispiel für die Kirche macht, der dann von der Decke herabhängt, muss so ein Strohring rundherum mit Grün gebunden werden. Bei Kränzen die auf dem Tisch liegen, reicht es aus, nur die Seiten und den oberen Bereich mit Grün abzudecken. Das ist anfangs gar nicht so einfach, alles mit einer Hand zu halten und dann mit der anderen Hand den Draht drumzuwickeln. Aber erst einmal eingearbeitet, geht es dann doch richtig flott voran. Stück für Stück arbeitet man sich den Ring entlang. Immer wieder wird kon­trol­liert, ob auch alles schön dicht ist oder ob irgendwo noch ein Stück von dem Strohring herausschaut. Außerdem kann die eine oder andere Verzierung gleich mit angebunden werden. Am Ende bzw. am Anfang wieder angekommen, werden die ersten angebunden Ästchen hochgehalten und mit den letzten Ästchen unterfüttert. Wenn alles schön sitzt, wird der Draht abgeschnitten und das Ende auf der Unterseite des Kranzes „vernäht“. Jetzt können noch mit einem Stück Extradraht Zapfen oder anderen Verzierungen befestigt werden und fertig ist der Kranz!

Heute sind lauter wunderschöne Arbeiten entstanden! Wir können richtig stolz auf unsere Werke sein! Anbei noch ein paar Eindrücke davon. Und eins kann auch noch verraten werden: am Ende bekam jeder seinen Gartenscherenführerschein ausgehändigt. Alle sind wirklich sehr sorgsam mit ihren Scheren umgegangen. Topp!

Nach einem Abschlussphoto war es dann auch schon wieder soweit, dass wir uns von Frau Sauer und voneinander verabschieden mussten. Die Zeit verging heute wie im Fluge! Vielen lieben Dank Frau Sauer, dass Sie uns mit so viel Geduld und Freude gezeigt haben, wie man so professionelle Kränze bindet.

 20231123 152445 red

 

Bericht des 1. Minigärtner-Treffens

der Schulgruppe Stuttgart – Filderschule

 Datum: 19.10.2023

Betrieb/Ansprechpartner:in: Wein-, Obst- und Gartenbauverein Degerloch, Herr und Frau Raff

Gärtnerisches Thema:Vom Apfel zum Apfelsaft

Nach einem Fußmarsch von ungefähr 20 Minuten kamen wir beim Garten von Herrn und Frau Raff im Korinnaweg an. Der Garten wird vom Wein-, Obst- und Gartenbauverein Degerloch für die ver­schie­densten Veranstaltungen genutzt. Heute durften also wir den Garten kennen lernen und uns dort mit dem Thema Apfel beschäftigen.

Da es leider die ganze Zeit regnete, hatten Herr und Frau Raff ein Zelt aufgestellt, unter welchem schon die Äpfel bereit lagen, sowie zwei verschiedene Raspeln und Pressen.

Bevor wir aber mit unserem eigentlichen Thema für heute begannen, wurden wir von Frau Wappler-Niemeyer begrüßt, die extra für uns von der Insel Mainau gekommen war und uns unsere Minigärtner­aus­stat­tung aus­teilte.

Es wäre natürlich schön gewesen, wir hätten die Äpfel heute auch noch selber pflücken können, aber da hat uns das Wetter der letzten Zeit und auch heute einen Strich durch die Rechnung gemacht. So konnten wir aber schon mal lernen, dass die Natur nicht immer so planbar ist und dafür wir entsprechend flexibel sein müssen.

Herr Raff zeigte uns erst eine Raspel, die von Hand be­dient wird. Jeder durfte mal kurbeln und aus den halbier­ten Äpfeln, die oben in einen Trichter hinein­geworfen wurden, Maische machen, das heißt die Äpfel wurden zerkleinert. Das war schon eine schwere Arbeit. Vor allem wenn sich so ein Apfel verkantete. Und man musste natürlich darauf achten, dass man in die richtige Richtung kurbelte!


Danach wurde die Maische in die Presse gefüllt und diese mit vielen Holz­klötzen verschlossen. Und dann ging es ans Pressen! Auch hier musste richtig Kraft aufgewendet werden und ein Hebel hin und her bewegt werden, immer bis zum „Klick“. Und dann sahen wir schon wie unten langsam der goldene Saft aus der Presse heraustrat!

Weil das alles so anstrengend ist, hat sich der Wein-, Obst- und Gartenbauverein nun auch eine elektrische Raspel und Presse zugelegt. Die haben wir uns als nächstes ange­sehen. Und das war ein Spaß oben in hohem Bogen die Äpfel in die Raspel zu werfen! Aber Vorsicht, nicht zu viele auf einmal! Sonst läuft die Maschine nicht weiter und muss erst entleert werden.

Für die elektrische Presse braucht es dann ganz viel Wasser, um die Flüssigkeit aus der Maische zu pressen. Aber der goldene Apfelsaft kam dann auch viel schneller unten aus der Presse und der Trester, die ausgepresste Apfelmasse, war deutlich trockener als beim Handbetrieb.

Was macht man eigentlich mit dem Trester? Das bekommen die Tiere, haben wir gelernt.

Und was haben wir noch gelernt? Die Äpfel dürfen nicht schim­melig oder faulig sein. Deshalb ist es auch wichtig ist, dass die Äpfel möglichst schnell verarbeitet werden nach dem Pflücken. Und aus 10 kg Äpfeln kann man ungefähr 8 Liter Apfelsaft machen.

 

Welche Apfelsorten man verwendet ist egal, man kann auch verschiedene Sorten zusammen verwenden.

Nach der Arbeit das Vergnügen. Wir durften unseren selbst her­gestellten Apfelsaft pro­bieren. Hmmh, lecker!!! Und gar nicht so süß wie der Apfelsaft aus dem Supermarkt.

Und dann durften wir sogar noch unsere mit­gebrachten Flaschen mit dem restlichen Apfelsaft befüllen. So können auch unsere Eltern und Geschwister, wenn wir wieder nach Hause kommen, davon kosten.

Was ein gelungener Nachmittag. Wir freuen uns schon auf unser nächstes Minigärtnertreffen!